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Web 2.0

Web 2.0 Social Networks, Blogs und Wikis sind zur Zeit unter dem Schlagwort Social Media in aller Munde. Es ist die Rede vom sozialen Netz - dem so genannten Web 2.0. Millionen von Menschen vernetzen sich über Social Networks, arbeiten gemeinsam an Projekten wie Wikipedia oder veröffentlichen Inhalte in Blogs. Dieser Artikel definiert den Begriff Web 2.0 und beschreibt die zugehörigen Instrumente.

Definition Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 geht auf den Verleger Tim O`Reilly zurück, der diesen im Jahr 2005 geprägt und popularisiert hat. O`Reilly identifizierte Prinzipien, welche Unternehmen gemein hatten, die den Crash der New Economy überlebten und leitete daraus Eigenschaften von Anwendungen ab, die für das Web 2.0 typisch sind1):

  • Das Web als Plattform: Die Software wird als Service über das Web angeboten, und nicht mehr als Softwarepakete in Form eines Produktes gekauft welches Installiert werden muss. Beispiel: Google Mail, Goolge Kalender.
  • Nutzung der kollektiven Intelligenz: Nutzer werden einbezogen durch Blogs, dem Schaffen von neuen Strukturen durch Tags oder dem Zusammenarbeiten mittels Social Software.
  • Daten-getriebene Anwendungen: Die Daten stehen im Vordergrund, nicht die jeweilige Software oder der Service. Beispiel: Google Maps, Youtube.
  • Permanenter Beta-Status: Ende des klassischen Softwarelebenszyklus.
  • Beliebige Kombinierbarkeit von Komponenten oder ganzen Anwendungen.
  • Plattform- und Geräteunabhängigkeit.
  • Anwenderfreundlichkeit und Einfachheit

Im Gegensatz zum Web 1.0 beschreibt das Web 2.0 keine technische Basisinnovation.2) Es ist weit reichend Konsens, dass der Begriff Web 2.0 nicht nur neue Technologien umfasst. Unter Web 2.0 wird im Kern eine veränderte Nutzung des Internets verstanden indem Nutzer aktiv in die Wertschöpfung integriert werden - sei es durch eigene Inhalte, Kommentare, oder auch nur durch ihre virtuelle Präsenz.3) Das Web 1.0 hingegen, ist überwiegend statisch und besteht aus Dokumenten, die per Hyperlinks miteinander verlinkt sind und dominierte bis Ende der 90er das Internet. Es ist geprägt von einer Struktur, die den klassischen unidirektionalen Medien ähnlich ist (Kommunikation: One to Many) im Gegenzug zur partizipativen Struktur des Web 2.0 (Kommunikation: Many to Many).4)

Instrumente

Die in der Literatur am meist genannten und beschriebenen Web 2.0 Instrumente sind Social Networking Services, Wikis, Blogs, Social Bookmarking Anwendungen und Social Tagging.5)6)7)8). Diese Services werden auch unter dem Schlagwort Social Media subsummiert.

Social Networking Services (SNS)

Unter Social Networking versteht man den Aufbau und das Pflegen von Beziehungen. Dies kann sich aufgrund von räumlicher und zeitlicher Begrenzung häufig relativ schwierig darstellen. Social Networking Services (SNS) helfen, soziale Netzwerke digital abzubilden und damit diese Begrenzungen zu überwinden. Als SNS werden Dienste bezeichnet, die ihren Nutzern Funktionen zum Identitätsmanagement zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern ermöglichen. Unter Identitätsmanagement wird in diesem Zusammenhang die Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils verstanden. Der Nutzer eines solchen Service pflegt sein Profil z.B. durch Angabe von beruflichen oder/und privaten Daten (je nach Zweck des Service), einem Foto und seinen Interessen. Er hat dann die Möglichkeit nach anderen Nutzern zu suchen. Findet er eine Person, die er kennt oder dessen Profil ihn z.B. aufgrund seines Interessengebietes interessiert, so kann er dieser Person einen „Kontaktwunsch“ zukommen lassen. Bestätigt diese wiederum den „Kontaktwunsch“, gilt die Beziehung als legitimiert. SNS wird großes Potenzial in der Anbahnung der Zusammenarbeit in Unternehmen und dem finden von Experten zugesprochen. Darüber hinaus bieten SNS verschiedene Möglichkeiten des Austauschs zwischen den Nutzern in Form von Messaging-Funktionen, Gruppen und Foren an. Bekannte Beispiele für Social Networks im deutschsprachigen Raum sind XING und studiVZ.9)10)

Wikis

Wikis sind offene web-basierte Sammlungen von miteinander verlinkten Webseiten, deren Inhalte von jeder Person über einen Browser modifiziert werden können. Durch diese Funktion werden Nutzer in die Lage versetzt, gleichzeitig Leser und Redakteur zu sein. Vorgenommene Änderungen sind umgehend sichtbar. Gibt es zwischen mehreren Nutzern unterschiedliche Auffassungen zu einem bestimmten Thema, werden diese in einem eigenen „Diskussionsbereich“ diskutiert. Charakteristisch für Wikis sind die einfachen Möglichkeiten der Editierbarkeit (ohne Kenntnisse von Programmiersprachen) sowie eine umfangreiche Versionisierung um Änderungen nachzuvollziehen und gegebenenfalls ursprüngliche Inhalte wiederherzustellen. Wikis dienen vor allem dazu, das Wissen mehrerer Nutzer zu konsolidieren, indem diese eine Menge von Webseiten gemeinsam erstellen und bearbeiten. Sie ermöglichen so eine Zusammenarbeit über Raum und Zeit hinweg. Zentrale Prinzipien sind in diesem Zusammenhang im Vertrauen gegenüber dem Nutzer als Redakteur und gegenüber der Gruppe von Nutzern, in deren Fähigkeit zur Selbstorganisation, zu sehen . Das wohl bekannteste Wiki-Projekt ist die Online-Enzyklopädie „Wikipedia“.11)12)13)

Blogs

Blogs sind Webseiten, die von einer oder mehreren Personen, geführt werden und es auf einfache Art und Weise ermöglichen Inhalte in Form von Beiträgen (Texte, Bilder, Sounds oder Videos) zu veröffentlichen. Die Publikation solcher Beiträge erfordert keine Programmierkenntnisse sondern funktioniert ähnlich wie ein Textverarbeitungsprogramm nach dem WYSIWYG-Prinzip. Charakteristisch für einen Blog ist, dass dessen Beiträge in chronologisch absteigender Form angezeigt werden und durch Leser kommentiert werden können. Diese Kommentare sind für alle anderen Leser sichtbar und werden direkt unter dem Beitrag angezeigt. Somit dienen Blogs nicht nur der Publikation von Inhalten sondern auch als Diskussionsplattform. Weitere wichtige Eigenschaften von Blogs sind Permalinks bzw. Trackback-URLs.14) Dabei handelt es sich um eigenen feste Internetadressen für jeden Beitrag eines Blogs, um eine direkte und dauerhafte Verlinkung zu ermöglichen. Verlinkt z.B. ein Artikel des Blogs „A“ auf einen Beitrag des Blogs „B“ mittels Trackback-URL, so wird ein Trackback unter dem Beitrag des Blogs „B“ gesetzt. Trackbacks sind Hinweise auf einen bezugnehmenden Artikel aus einem anderen Blog. Sie enthalten den Namen des verlinkenden Blogs, die entsprechende URL und eine kurze Zusammenfassung des Eintrags aus welchem Bezug genommen wurde. Auf diese Art und Weise entsteht eine Vernetzung unter den Blogs welche im privaten Umfeld auch als Blogosphäre bezeichnet wird.15) Im Unternehmenskontext wird Blogs vor allem Potenzial in der internen wie externen Unternehmenskommunikation zugesprochen.16)17)

Social Bookmarking

In Social Bookmarking Anwendungen können Lesezeichen vom Benutzer unter Verwendung eigener Schlagworte - so genannten Tags - abgelegt werden.18) Charakteristisch für Social Bookmarking Anwendungen ist, dass sie auf das Teilen und den Austausch mit anderen Benutzern ausgerichtet sind. Dadurch grenzen sich von den klassischen Möglichkeiten der Lesezeichenverwaltung (wie dem lokalen speichern von Lesezeichen in einem Internetbrowser) ab. Gespeicherte Links sind für alle anderen Anwender einsehbar, insofern sie nicht explizit als „privat“ gekennzeichnet wurden. Bei jedem Lesezeichen wird angezeigt von wie vielen Benutzern dieses gespeichert und mit welchen Schlagworten es von anderen Anwendern versehen wurde. Wie bei Social Networking Services ist es so möglich, Benutzer mit ähnlichen Interessensgebieten zu finden und in deren Lesezeichensammlung nach interessanten Links zu suchen. Darüber hinaus kann auch nach Schlagworten gesucht werden. Das Ergebnis dieser Suche ist eine Liste aller Lesezeichen, die mit dem entsprechenden Tag versehen sind, sortiert nach deren Relevanz (Anzahl der Speicherungen).19)

Social Tagging

Unter Social Tagging wird das gemeinschaftliche Indexieren verstanden, bei dem eine Gemeinschaft von Benutzern eines Systems die Objekte in diesem System mit Tags charakterisieren.20) Im Gegensatz zu den anderen Instrumenten, ist Social Tagging kein Anwendung, die alleine zum Einsatz kommt, sondern vielmehr eine Funktion welche in den anderen Instrumenten verwendet wird. In Social Networking Services werden Tags verwendet um Kontakte zu kategorisieren (z.B. Freunde, Kollegen, Arbeiskreis, Projekt „XY“) und in Blogs sowie Social Bookmarking Systemen dazu, Inhalte zu charakterisieren. Der Wortschatz, der aus der Masse der Tags entsteht, bildet eine Taxomanie, die in diesem Zusammenhang auch als Folksonomy21) (zusammengesetzt aus Folk und Taxonomy) bezeichnet und durch eine Tag-Cloud visualisiert wird. Eine Tag-Cloud ist eine alphabetisch sortierte Liste von verwendeten Tags, in welcher deren Relevanz durch die Schriftgröße oder deren Farbe angezeigt wird. Die Stärke von Social Tagging wird darin gesehen, dass Benutzer ihr eigenes Vokabular zur Indexierung von Inhalten verwenden können.22)

2)
Vgl. Deutsche Bank Research, Starten statt warten - Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister, http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000216462.pdf, 24.07.2010
3)
Vgl. Kilian, T./Hass, B./Walsh, G., Web 2.0: Neue Perspektiven für Marketing und Medien, 2008, S. 6
4)
Vgl. Berge, S./ Buesching, A., Strategien von Communities im Web 2.0, 2008, S. 29, Krasser, N./Foerster,M, Web 2.0 – Ein neuer Hype oder nachhaltiger Nutzen für Unternehmen?,In: Information Management & Consulting, 2007, S. 52
5)
Vgl. Gouthier, M./Hippner, H., Web 2.0 Anwendungen als Corporate Social Software. In: Haas, Berthold/Walsh, Gianfranco/Kilian, Thomas (Hrsg.): Web 2.0 – Neue Perspektiven für Marketing und Medien, 2008, S. 94
6)
McAfee, Andrew, Eine Definition von Enterprise 2.0. In: Buhse, Willms/Stamer, Sören (Hrsg.): Die Kunst loszulassen Enterprise 2.0, 2008, S. 30
8)
Back, A./ Heidecke, F., Web 2.0 in der Unternehmenspraxis, 2008, S. 9.
9)
Vgl. Gouthier, M./Hippner, H., Web 2.0 Anwendungen als Corporate Social Software. In: Haas, Berthold/Walsh, Gianfranco/Kilian, Thomas (Hrsg.): Web 2.0 – Neue Perspektiven für Marketing und Medien, 2008, S. 94.
11)
Vgl. Müller, C./Gronau, N.,Wikis. In: Back, Andrea/Gronau, Norbert/Tochtermann, Klaus (Hrsg.): Web 2.0 in der Unternehmenspraxis, 2008, S. 10 ff.
15)
Vgl. Alby, T., Web 2.0, Konzepte, Anwendungen, Technologien, 2008, S. 28 ff.
16)
Vgl. Schmidt, J., 2008, Social Software: Onlinegestütztes Informations-, Identitäts- und Beziehungsmangement. In: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegung, 2005, Nr. 2, S. 127.f.
17)
Robes, J., Weblogs. In: Back, Andrea/Gronau, Norbert/Tochtermann, Klaus (Hrsg.): Web 2.0 in der Unternehmenspraxis, 2008, S. 24 ff.
18)
Vgl. Hotho, A.,Social Bookmarking. In: Back, Andrea/Gronau, Norbert/Tochtermann, Klaus (Hrsg.): Web 2.0 in der Unternehmenspraxis, 2008, S. 27
20)
Vgl. Dorn, Jürgen, Social Tagging. In: Back, Andrea/Gronau, Norbert/Tochtermann, Klaus (Hrsg.): Web 2.0 in der Unternehmenspraxis, 2008, S. 41
21)
Vgl. Alby, T., Web 2.0, Konzepte, Anwendungen, Technolgien, 2008, S. 28 ff.
22)
Vgl. Dorn, Jürgen, Social Tagging. In: Back, Andrea/Gronau, Norbert/Tochtermann, Klaus (Hrsg.): Web 2.0 in der Unternehmenspraxis. 2008, S. 42 f.
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grundlagen/web20.txt · Zuletzt geändert: 2010/08/20 15:23 (Externe Bearbeitung)

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